LYNN WAR MIT IHREN FREUNDINNEN IN DER TOSKANA

Wer: Lynn, Ceri, Maria und Megan (vier Freundinnen)

Wo: Toscana, hier ist der Campingplatz Albatros unser Ziel, nachdem wir den Campingplatz Norcenni Girasole Club bereits kennen gelernt haben. Weil der Campingplatz Albatros in der Nähe von Piombino liegt, können wir von dort aus die Insel Elba besuchen.

Wann: 4. - 12. Juni

Anreise: Wir sind bis nach Bologna geflogen und von dort aus mit dem Mietwagen 225 km weiter zum Campingplatz gefahren. Pisa ist aber als Zielflughafen mit nur 83 km Entfernung zum Campingplatz Albatros die bessere Option für Reisende in die Toskana. Wir hatten einen Fiat als Mietwagen erhalten, in den wir uns zu viert quetschten.

ERSTER TAG

Auf dem Weg zum Campingplatz besuche ich immer gern einen der örtlichen Supermärkte. Im Supermarkt in San Vincenzo kauften wir deshalb frisches Fleisch, Käse, Oliven, Öl, Brot, Salate und Obst. Auch die Zutaten (Aperol, Prosecco, Mineralwasser, Eis und Orangen) für einen Aperol Spritz gehörten in unseren Einkaufswagen.

Auf dem Campingplatz Albatros angekommen, gingen wir erst einmal zur Rezeption. Der hübsche Chelsea von Al Fresco führte uns zu unserem Mobilheim und gab uns eine ausführliche Einführung in die Gesundheits- und Sicherheitskontrollen und die Vorzüge des Mobilheims. Wir mussten die üblichen Anmeldeformulare ausfüllen (was gesetzlich vorgeschrieben ist), haben den Sicherheitscode für den Zutritt zum Campingplatz und Aufkleber für unser Auto erhalten. Ein Armband für die Nutzung des Poolbereichs zählte auch dazu. Zusätzlich gab es ein Paket mit allen wichtigen örtlichen Informationen und guten Tipps zu Einkaufsmöglichkeiten, Restaurantzeiten und eine Übersichtskarte des Campingplatzes. Wir wurden sogar darüber informiert, wie man das kostenlose WLAN nutzen kann. Zum Glück hatten wir für jeden von uns ein Wäschepaket gebucht. Ein großer Vorteil, wenn man mit dem Flugzeug anreist und Platz im Gepäck einsparen will!

ZWEITER TAG

Nach dem langen Anreisetag entschieden wir uns für einen faulen Pooltag auf dem Campingplatz. Wir hatten das Vivaldi Mobilheim mit Sonnendach gebucht, das über eine Hälfte der Terrasse gespannt war, so konnten wir zwischen einem Schatten- und Sonnenplatz wechseln, je nachdem wonach uns gerade war. Nach einem ausgiebigen Frühstück genossen wir die Sonnenstrahlen auf unserer Haut. Danach suchten wir den olympiareifen Pool auf, die anderen Pools sind eher für Kinder. Diese fantastischen Pools sind definitiv für eine Reise mit unseren Enkeln in naher Zukunft eine Überlegung wert. Kostenlose Sonnenliegen sind rund um den Pool platziert und bieten Gelegenheit zur Entspannung. Wer mag, nutzt die tollen Aktivitäten in allen Bereichen des Pools. Jeden Morgen gibt es eine Stunde Aqua-Aerobic, die Megan aufsuchte. Der Animatuer machte eine wirklich gute Figur und spulte ein lustiges Programm ab. Sie können selbst entscheiden, wie aktiv Sie sein wollen. Ich für meinen Teil steckte mir lieber meine Kopfhörer an, um etwas zu schlafen. Ceri und Maria drehten sich auf ihrer Sonnenliege um und lasen in ihren Büchern. Aerobic ist wirklich nicht für jeden geeignet!
Um die Mittagszeit wurde es sehr heiß. Wir suchten den Supermarkt auf dem Campingplatz auf, von dem ich behaupten kann, dass es einer der besten ist, den ich je auf einem Campingplatz besucht habe. Hier findet man einfach alles, was das herz begehrt. Ich hatte mir ein paar typisch italienische Pflanzentöpfe für Zuhause gekauft. Mittags aßen wir gekochtes Huhn und frisches Brot zum Salat. Nach dem Mittagessen schauten wir uns auf dem Campingplatz um. Mit Freude stellten wir fest, dass heute Markttag war. Kleine Stände verteilten sich entlang der Straße und boten sogar Handtaschen an! Dazu gab es regionale Handwerksstände mit Holzschnitzereien und Stände mit Geschenken und Kleidung. Auch italienische Spezialitäten wie Oliven, Käse und getrocknete Früchte zählten zum Angebot.

Auf dem Campingplatz Albatros ist für jeden Geschmack etwas dabei. Sie brauchen den Campingplatz nicht zu verlassen, um eine Bar oder ein Restaurant aufzusuchen. Für alles ist gesorgt. Sogar für den kleinen Snack zwischendurch. Es gibt einen Imbiss und eine Eisdiele. Mit den vielseitigen Schwimm-, Sport- und Animationsprogrammen im Außen- und Indoorbereich und den tollen Mobilheime ist der Campingplatz ein brillanter Ort für große und kleine Familien. In unserer zweiten Nacht spielte eine Live-Band und sorgte für eine ausgelassene Stimmung. Wir tanzten zusammen fast die ganze Nacht hindurch.
 
Der Campingplatz Albatros hat einen großen Waschsalon. Ideal für Familien, die zwischendurch waschen möchten. Hier muss sich auch keiner allein gelassen fühlen. Fast alle Sprachen werden gesprochen und Ausflüge zu nahe gelegenen Sehenswürdigkeiten organisiert, was vorteilhaft ist, wenn Sie nicht mit dem Auto anreisen. Tagesausflüge nach Florenz, Rom, auf die Insel Elba und zu regionalen Themen- und Wasserparks können Sie über den Infopoint zu Preisen ab 16 Euro buchen. Unbedingt erwähnen muss ich den nahegelegenen Strand, an dem wir nach unserem Ausflug den Tag ausklingen ließen. Wir parkten auf einem der kostenlosen Parkplätze.

DRITTER TAG

Unsere Mittagszeit verbrachten wir im wunderschönen Toskana-Dörfchen Castagneto Carducci. Am  Abend besuchten wir Bolgheri, das nur 20 km entfernt vom Campingplatz ist. Die schöne kleine Stadt thront auf einem kleinen Hügel und bietet einen herrlichem Blick auf die Toskana bis hin zum nahegelegenen Meer. Die Hauptstraße ist gesäumt von kleinen Schmuck- und Handtaschenläden, Cafés und Restaurants mit schönen Aussichten für die Romantiker unter uns. Wir aßen im La Gramola. Empfehlenswert ist hier die Tagliatelle mit Pilzsoße für Vegetarier und für Nichtvegatarier die Bolognese mit gedünstetem Rindfleisch. Stellen Sie sich nun vier Frauen vor, die 20 Minuten lang nicht miteinander reden, sondern nur genießen, was sie gerade bestellt hatten.
 
Weiter ging unsere Fahrt auf der Viale Dei Cipressi (Cypress Ave), die sich auf fünf Kilometer Länge durch die Provinz Livorno schlängelt und eine der schönsten Zypressenalleen ist, die wir je gesehen hatten. Wir hielten auf einem kleinen Parkplatz (mit kostengünstiger Parkgebühr) und gingen zu Fuß zum sehenswerten Schlösschen Bolgheri. Die Mauern des Schlosses schmücken farbenprächtige Pflanzen. Im Innern finden sich kleine Spezialitätengeschäfte, Weinläden und Restaurants mit freudlichem Personal. Regelmäßig im Spätsommer wird in Bolgheri ein kleines Jazz-Festival veranstaltet, wofür ich definitiv einen Besuch in naher Zukunft einplane. Im Cantinetta di Bolgheri gönnten wir uns ein Tiramisu, das Beste das ich je gelöffelt hatte.
 
Eine der Spezialitäten, die man in Bolgheri kaufen kann, sind extra lange Nudeln. Leider habe ich keinen so großen Topf, in die sie hineinpassen könnten! Übrigens werden hier die besten toskanischen Weine angebaut, die auf der ganzen Welt für ihre Qualität bekannt sind. Für Weinproben und Besichtigungen der Kellereien hatten wir auf unsere Reise leider nicht die Zeit, um daran teilzunehmen.

VIERTER TAG

Lucca, liegt etwa 104 km entfernt vom Park Albatros. Lucca ist eine antike, majestätische Stadt mit kulturhistorischem Erbe, zu dem auch die gut erhaltene Stadtmauer aus dem 16. Jahrhundert zählt. Am besten lässt sich die Stadt zu Fuß erkunden. Familien empfehle ich, Fahrräder zu mieten und durch die Stadt zu radeln. (Sie können auch einen Reiseführer buchen). Wir entschieden uns für einen gemütlichen Spaziergang. Zahlreiche Sehenswürdigkeiten wie Kathedralen und Kirchen lagen auf unserem Weg und wir folgten auch den Spuren des berühmten Lebemannes Gicomo Puccini.

Wir entschieden uns, die Kathedrale San Martino zu besichtigen, die auch das berühmte Volto Santo (Heilige Geicht) beherbergt, eine hölzerne Figur von Christus. Der Eintritt mit 6 € pro Person, der auch der Erhaltung der Kirche dient, hat sich wirlich gelohnt. Auf dem Napoleon Platz machten wir Pause, um eine Lasagne und anschließend Eiscreme zu genießen. Dabei beobachteten wir, dass viele darauf warteten, dass die Geschäfte am späten Nachmittag wieder öffnen. Sicher ist, dass hier garantiert jeder etwas findet.

FÜNFTER TAG

Siena war heute unser Ziel. Die Stadt liegt 128 km vom Campingplatz Albatros entfernt und ist das Herzstück der Toskana. Die reizvolle Stadt ist berühmt für ihre mittelalterlichen Backsteinbauten. Die fächerförmig angelegte Piazza del Campo wird vom Palazzo Pubblico, dem gotischen Rathaus, dominiert. Auf dem Platz Piazza del Campo findet zweimal jährlich das Pferderennen Palio di Siena statt und auf dem bis zu 60.000 Menschen Platz haben. Auf dem Platz befindet sich auch das berühmte Wahrzeichen der Stadt, der Torre del Mangia, ein schlanker Turm aus dem 14. Jahrhundert. Von seiner markanten weißen Krone aus hätte man wahrscheinlich die beste Aussicht auf das Pferderennen! Einen Besuch ist auch der gotische Dom wert, der uns von außen schon tief beeindruckt hatte, aber das Innere ist einfach großartig.

Siena ist berühmt für ihre Keramik, die oft Motive toskanischer Landschaft zieren und die von Hand auf Teller und Platten aufgetragen werden. Nicht gerade günstig, aber sie sind es auf jeden Fall wert, sie sich anzuschauen. Ich beschloss, weniger traditionell zu sein und erwab eine moderne Keramik, die jetzt mein Badezimmer schmückt.

SECHSTER TAG

Heute steht Pisa auf dem Plan. Pisa ist 77 km vom Campingplatz Albatros entfernt. Wir waren uns sicher, in der Toskana gehörte ein Ausflug zum berühmten schiefen Turm von Pisa für uns auf jeden Fall dazu. Wir parkten günstig auf einem Parkplatz am Rande der Stadt. Unser Spaziergang durch den Park am Flussufer entlang, war erstaunlich. Wr hatten für Pisa nur einen halben Tag eingeplant, aber es lohnte sich.

SIEBTER TAG

Heute steht Elab auf dem Plan. Zwischen dem Campingplatz Albatros und Piombino, von wo aus die Fähre nach Elba ablegt, liegen etwa 27 km. Die Überfahrt mit der modernen Moby Line Fähre bis nach Portoferraio dauerte eine Stunde. Die Kosten lagen bei 20,00 € pro Person und für zusätzliche 85,00 € konnten wir das Auto mitnehmen. Diese Insel muss man gesehen haben. Napoleon lebte hier im Exil, als er 1814 nach Elba verbannt wurde. Wir schafften es an einem Tag, den  größten Teil der Insel zu sehen. Wir besuchten Marino di Campo und die Stadt Porto Azzurro. Elba ist definitiv eines unserer nächsten Reiseziele.
 
Zurück in Portoferraio, genossen wir die kühle Brise und die Sonnenstrahlen auf unserer Haust, als die Fähre ablegte. Moby Lines bietet einen großartigen Fährservice. Wenn Sie früh dran sind, werden Sie auf die nächste verfügbare Fähre gesetzt. Gut, wenn Sie dem Zeitplan stets voraus sind.

ACHTER TAG

San Gimignano und Volterra liegen etwa 93 km vom Campingplatz Albatros entfernt. Da Volterra auf dem Weg nach San Gimignano liegt, konnten wir beide Städte an einem Tag anschauen. Die italienische Hügelstadt San Gimignano ist von Mauern umgeben und bekannt für ihre prächtigen Türmen. San Gimignano war übrigens Drehort für den Film "Tee mit Mussolini", ein toller Film, der auch die ganze Schönheit dieses Ortes wiedergibt. Kleine enge Gassen mit tollen Cafés, Geschäften, Restaurants und italienischen Spezialitäten und kleine Galerien prägen das Stadtbild. Während wir zu Mittag aßen, konnten wir Jazz-Artisten beim Spielen zu sehen. Wenn es nicht zu heiß ist, lohnt sich ein ausgiebiger Spaziergang durch die Stadt. Für Autofahrer gibt es viele Parkplätze rund um die Stadt. Sie müssen entweder nur früh kommen oder erst am späten Nachmittag, um noch einen freien Platz zu bekommen.

Jeder, der die Twilight-Saga kennt, wird wissen, dass Volterra die Heimat der Vampirsfamilie aus der Sage ist und so weltweit Bekanntheit erlangt hat. Auf unserer Fahrt nach Volterra, die von hohen Festungsmauern aus dem 4. und 5. Jahrhundert v. Chr. umgeben ist, erlagen wir dem Charme der ländlichen Toskana. Wir suchten das Touristenbüro auf und besorgten uns eine Stadtkarte, um uns in dem Straßenlabyrinth von Volterra zurecht zufinden. Die historischen Gebäude aus rötlich schimmerndem Stein und antike archäologische Stätten wie Fundamente alter Tempel bieten einen Einblick in die Vergangenheit. Die Burg Rocca Nuova, die auch als Staatsgefängnis genutzt wird und dessen Insassen an einem Rehabilitationsprojekt teilnehmen, bietet   auf ihrer Spitze auch ein Restaurant zum Leben. Die romanische Kathedrale - beherbergt viele Kunstwerke, darunter ein wundervolles Fresko über die Heiligen Drei Könige.
 
So viele Kirchen, Museen und historische Orte waren für uns vier Frauen von großem Interesse. Familien können Kinder mit dem Vampire-Image, das Volterra immer noch umgibt, locken. Ein Museumsbesuch kostet 12,00 € für Erwachsene und 8 € für Kinder. Machen Sie es wie wir und schlendern Sie durch das historische Zentrum, gehen Sie auf eine Zeitreise und genießen Sie die zeitlose Atmosphäre, die die Stadt umgibt. Probieren Sie unbedingt die typisch italienischen Produkte und besuchen Sie die Handwerksbetriebe, wo Sie Souvenirs für ein Mitbringsel aus der Toskana finden. Bitte beachten Sie, dass die meisten Restaurants nach dem Mittagessen schließen und erst um 19:00 Uhr wieder öffnen.
 Top Tipps von Lynn, Ceri, Maria and Meg:

 1. Für den Aperol Spritz immer Eis im Gefrierschrank vorrätig haben (Maria).
 2. Sorgen Sie dafür, dass Sie das richtige Schuhwerk anziehen, wenn Sie historisch gepflasterte Städte aufsuchen. Flip-Flops sind keine gute Idee und eher schmerzhaft (Lynn).
 3. Probieren Sie in jeder Stadt, die Sie besuchen, mal eine andere Geschmacksrichtung bei den vielen Eissorten aus, sind alle sehr lecker (Megan).
 4. Zögern Sie nicht, sofort die Handtasche zu kaufen, die Ihnen auf Anhieb gefällt, ansonsten wird sie auf dem Rückweg zum Stand schon vergriffen sein. (Ceri)

 Lieblingsplätze
 
Bolgheri: Für Lynn, die es liebte, die historische Umgebung zu erkunden, die schön und ideal zum Töpfern und Wandern war; sie würde gerne zum Jazz Festival wieder kommen.
San Gimignano: Für Ceri, sie mag die Menge an Handtaschenläden. So viele verschiedene in großer Auswahl und gut verarbeitet, leider gibt es nicht die gleiche Fülle an Schuhgeschäften! Entspannen mit einem Glas Aperol auf der Piazza mit all den Türmen und Musikern, die zum Ambiente beitragen.
Volterra: Für Meg, als Vampirfan liebte den atemberaubenden Blick über die toskanische Landschaft und das Labyrinth der Straßen. Man brauchst hier aber unbedingt eine Karte. Und ich bin natürlich auch ein Handtaschenfan.
Elba: Für Maria, die Elba mit ihren kleinen Buchten, in denen es immer etwas heißer ist, sehr mochte, also war die Temperatur auf dieser kleinen Insel perfekt für sie.